Hilfe, mein Baby hört nicht auf zu schreien ... und jetzt bitte nicht schütteln!

Fast alle Eltern haben es schon einmal erlebt - das Baby hört nicht auf zu weinen, nichts scheint zu helfen und irgendwann fühlt man sich hilflos und erschöpft. Manchmal ist man vielleicht kurz davor, sein Kind zu schütteln. Doch Schütteln ist lebensgefährlich! Da Säuglinge ihren Kopf noch nicht ausreichend halten können, kommt es beim Schütteln zu schweren Hirnverletzungen, die lebensbedrohlich sein können. Das Schütteltrauma stellt die häufigste Misshandlung von Kindern im Säuglingsalter dar, gleichzeitig ist es eine Form der  Misshandlung, die besonders schwere, oft dauerhafte,  Schäden und sogar Todesfälle hervorruft.

Ein kurzer Moment des Kontrollverlustes reicht aus, um das Leben eines Kindes, seine Gesundheit und Entwicklung massiv zu gefährden.

Mit unserer Präventionskampange zum Thema Schütteltrauma möchten wir Eltern und Betreuungskräfte über die Ursachen und Folgen des Schüttelns bei Säuglingen aufklären und ihnen Hilfe und Informationen bieten. Wir möchten das Bewusstsein für die extreme Gefährlichkeit des Schüttelns in der Bevölkerung weiter schärfen und gleichzeitig Hilfen für überlastete und erschöpfte Eltern bekannter machen.

Was passiert beim Schütteln?

Sicher ist, dass leichtes Schaukeln beim Spielen oder auch ein ungeschickter Umgang mit einem Kind nicht zu schweren Verletzungen führt, wenn man immer behutsam den Kopf hält!

Schütteln allerdings ist lebensgefährlich – daher darf ein Baby niemals geschüttelt werden!

Ihr Kind kann seinen Kopf noch nicht alleine halten, weshalb sein Kopf beim Schütteln hin und her schlägt. Dadurch kann es zum Reißen von Nerven sowie Brückenvenen und dadurch zu schweren Hirnblutungen kommen - die Folge sind schwere Hirnverletzungen, die z.B. zu Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, Blindheit, Krampfleiden und im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen können.

Die Präventionskampagne im Berliner Fenster

Bereits seit einigen Jahren engagiert sich die Charité - Universitätsmedizin Berlin für die Prävention von Schütteltraumata. Gemeinsam mit der Neonatologie haben wir einen Flyer entwickelt, der Eltern über die Gefahren des Schüttelns aufklärt. In unserer Geburtshilfe erhalten inzwischen alle Eltern bei der U2 eine spezielle Aufklärung durch den Kinderarzt und den Flyer. Darüber hinaus erhalten Eltern, bei denen wir eine besondere Belastung wahrnehmen, ein Gesprächsangebot mit unseren Babylotsen oder dem Sozialdienst - hier werden insbesondere Unterstützungsmöglichkeiten für die Familie besprochen und ein "Notfallplan" für besonders stressige Zeiten ausgearbeitet.

Wir sind der Ansicht, dass darüber hinaus eine flächendeckende Aufklärung der Bevölkerung notwendig ist und haben daher eine großangelegte Aktion ins Leben gerufen, die seit dem 28.12.2015 mit einem kurzen Spot im „Berliner Fenster“ läuft, dem „Fernsehen“ in der U-Bahn und dann möglichst bundesweit ausgeweitet werden soll.

Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, müssen wir ständig neue Sendezeit beim Berliner Fenster hinzukaufen. Dies kostet viel Geld, wofür wir weiterhin dringend auf Spenden und Sponsoren angewiesen sind.

 

 

Wie Sie uns unterstützen können

Für unser Projekt sind wir auf Spenden angewiesen.

Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten, würden wir uns über eine Spende freuen!

 

Kontoinhaber: CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Verwendungszweck:  Innenauftrag 61500714, „Schütteltrauma“.

Deutsche Bank Berlin

Konto: 59 29 79 900

BLZ: 100 700 00

IBAN: DE68100700000592979900

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